Ruf einfach laut „Hey Bear"

Salt Lake City hinter mir gelassen und mit „it’s raining cats and dogs", fuhr ich weiter in den Yellowstone Nationalpark, wo ich aufgrund der Größe zwei volle Tage verbracht habe. Gut so, denn dieser Nationalpark ist der älteste der USA und beeindruckt neben Geysiren und Schlammvulkanen auch mit seiner unglaublichen Tiervielfalt.
 

Farbenpracht durch Bakterien

Der Yellowstone Nationalpark ist eigentlich ein unterirdischer Supervulkan. Roland Emmerich hat in seinem Blockbuster 2012 gezeigt, was passieren könnte, wenn dieser meint, er müsse unbedingt ausbrechen. Wenn auch stark überzeichnete, so ist es gar nicht unrealistisch, dass eine derartige Naturkatastrophe drastische Auswirkungen auf unseren Planeten haben würde.
Aber darüber will ich nichts erzählen, darüber weiß ich auch viel zu wenig, lasst mich also lieber die faszinierenden Naturwunder, denen ich hier begegnete, beschreiben. Offene Vulkanstellen mit Lava sucht man vergebens. Dafür sind beim Durchfahren des Parks neben Bisonherden, die überall, auch auf der Straße anzutreffen sind, immer wieder dampfende Quellen zu sehen. Manchmal hat man regelrecht das Gefühl, der Wald brennt. Dabei ist es einfach nur heißes Thermalwasser oder eben eine dampfende Quelle. Besonders geil fand ich den „Grand Prismatic Spring". Diese riesige Wasserquelle leuchtet in den Farben Gelb/Blau/Grün/Orange/Rot, diese Farbenpracht ist Bakterien zu verdanken.
Nicht weit entfernt, findet man das Geysir-Becken, ebenso den Touristenmagnet „Old Faithful", der  alle 30 Minuten ordentlich in die „Luft spuckt“.

Tipp: Es gibt viele andere Geysire, die nicht so crowdy sind. Im App Store ist eine eigene NPS-App verfügbar, die über die ungefähren Zeiten des Ausbruchs informiert. So spart man sich das Warten und Herumstehen. Sehenswert sind auch die Schlammvulkane sowie die „West Thumb Basins".
 

Tierfotografen sind hier in ihrem Element

Das Lamar Valley, welches im Norden des Parks liegt, ist ein riesiges Tal und weist eine enorme Tiervielfalt auf. Hirsche, Bisonherden und Grizzlys sind keine Seltenheit. Jedoch aufgepasst, den Tieren nicht zu nahe kommen. Entweder man besorgt sich ein „Bärenabwehrspray" oder besser, m an folgt dem Rat der Rangers, beim Streifen durch die Wildnis immer wieder „Hey Bear" zu rufen. Das soll sie angeblich abschrecken, kann aber auch ein Joke sein. Fast hätte ich’s vergessen:  Nicht in der Öffentlichkeit an ungesicherten Plätzen essen. Das lockt Wildtiere wie Kojoten, Elche und auch Bären an.
 

Der Grand Prismatic Spring, die größte Thermalquelle der USA und die drittgrößte der Welt ist?

Eine Art Koralle

Im nördlichen Bereich befinden sich auch die Mammoth Hot Springs. Sie erinnern an Korallen. Zuerst dachte ich ja, dass es sich um täuschend echt wirkende Korallen handelt, aber nach einiger Recherche stellte sich heraus, dass diese weißen Millionen Jahre alten Gesteine tatsächlich einen ähnlichen Aufbaue wie Korallen im Meer aufweisen.
 
Ich kann so viel über den Yellowstone Park und meine Erlebnisse dort erzählen. Etwa, dass einfach eine Hirschkuh vor dem Eingang der im Park befindenden Tankstelle saß oder die Nachtaufnahmen beim Gebirgsbach unter sternenklarem Himmel bei minus 2C°. Der Yellowstone Nationalpark ist einfach genial und wird mich garantiert wieder sehen. Wusstet Ihr, dass mein persönlicher Favorit, der Grand Prismatic Spring, die größte Thermalquelle der USA und die drittgrößte der Welt ist? Das nur so nebenbei gesagt.
 
Nach zwei spannenden Tagen im Supervulkan und drei Nächten im KOA West Entrance Yellowstone, ging es weiter Richtung San Francisco. Al Capone brauchte nämlich meine Hilfe auf Alcatraz ...
 

FACTS

Zeitverschiebung nach AUT: neun Stunden
Distanz Bryce Canyon - Zion Nationalpark: 610 km
Fahrtzeit: 6,5 Stunden
Gebühren: 30 USD (für 7 Tage)
Campground: KOA Yellowstone West Entrance

Weitere Informationen zum Yellowstone Nationalpark findest Du hier.
 

WONDERS OF THE WEST

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Post von Chaluk