Page - ein Kunst(Ort)werk

John Ford und seine Jahrmillionen alte Westernkulisse hat mich beeindruckt, bezauberte mit der Komposition Mitten Butt und Vollmond und dennoch verließ ich dieses Wunder der Natur viel zu früh. Nach zwei Nächten am Gouldings Campground hieß es „Stromkabel und Wasserschlauch los und Abfahrt Richtung Page“.
 

Bei Sonnenaufgang ging‘s los

Der Sonnenaufgang im Monument Valley zählt zu einem der schönsten, die ich bis dato gesehen habe. Tagwache um 6 Uhr früh, um diesen fotografisch festzuhalten, ging es dann über die US 163 South Richtung Kayenta los. Hier wurde ein Frühstücksstopp bei McDonald’s eingelegt und fuhr dann auf der US 160 West weiter. Nach etwa 32 Meilen kreuzt die State Route 98 die US 160, welche direkt nach Page führt. Die Anfahrt kommt einem Naturspektakel gleich. Es ist schwer, sich auf die Straße zu konzentrieren, da die Umgebung einfach überwältigend ist. Und die entgegenkommenden Biker hatten ebenfalls ihren Charme …

Fun Fact: Das Monument Valley und Kayenta trennen nur etwa 15 Milen. Dennoch ist der Naturpark in Utah gelegen und der McDonalds in Arizona. Dies bedeutet also, dass man in Kayenta den Stundenzeiger um eine Stunde nach hinten dreht. Ich konnte also den Sonnenaufgang um 7.00 fotografieren und trotz Anreise zum „I’m lovin it!“ um 7.00 auch frühstücken. Ich begab mich also auf Zeitreise – funny oder?
 

Vom Monument Valley ab in das nur paar Meilen entfernte Kayenta und schon hat man eine Zeitverschiebung durchgemacht.

Page - ein nettes Platzerl

Nach etwa drei Stunden erreichte ich den in Arizona gelegenen Ort. Im Gegensatz zu Gouldings und dem Vorort im Grand Canyon Nationalpark (Südeingang), findet man hier mehr Zivilisation. Um mögliche Nahrungsengpässe zu vermeiden bzw. die Vorräte für die nächsten Tage wieder aufzufüllen, gibt es einen Walmart sowie ein kleines Shoppingoutlet (nahe der Stadtbibliothek) und sogar einen Starbucks für alle Espressoliebhaber. Ein Aufenthalt in Page sollte nicht zu kurz sein, weil es doch einiges Interessante zu sehen gibt!
Hier eine kurze Auflistung der Highlights: Lake Powell und Antelope Point, Horseshoe Bend, Lower & Upper Antelope Canyon und die etwas außerhalb gelegene Rainbow Bridge.
 

Bootsfahrt am Lake Powell

Der 1963 künstlich angelegte Stausee besitzt viele kleine Canyons, die während einer Bootstour besucht werden können. Bootstouren starten vom Antelope Point, nahe der Antelope Canyons.
 

Horseshoe Bend

Mein persönliches Highlight in Page. Zählt zum Glen Canyon National Recreation Area und ist eine Mäander des Colorado River in Form eines Hufeisen. Der Parkplatz ist ca. 15 Minuten zu Fuß von der Aussichtsplattform entfernt. Besonders beliebt zu Sonnenuntergang, habe ich diesen tollen Platz zu Sonnenaufgang besucht.
 

Lower & Upper Antelope Canyon

Beides bezaubernde Canyons mit Schwung, faszinierenden Farben und den berühmten „Sunbeams“ (nur zu bestimmten Zeiten sichtbar). Die Besichtigung ist nur mit einer Tour möglich. Hier sollte man eine der ersten startenden Touren buchen, da es neben wenig Besuchern und tollen Lichtspielen auch noch wenig aufgewirbelten Staub in der Luft gibt.

Tipp: Der Upper Antelope Canyon ist im Gegensatz um Lower Antelope Canyon stark besucht. Da es zurzeit auch keine Limitierung der Besucher gibt (Ranger denken für 2017 darüber nach), die förmlich durch die enge Schlucht „getrieben“ werden, kann es sehr sehr eng werden. Die Folge sind mitunter Platzangst sowie viel aufgewirbelter Staub. Fotografen sollten daher besonders auf ihr Equipment achten und es evtl. sogar (wie ich) vorab mit Frischhaltefolie abdichten. Noch weniger frequentiert und als Geheimtipp anzusehen ist der „Rattlesnake Canyon“.
 

Rainbow Bridge

Eine überdimensionale Steinbrücke. Da sie nur per Boot erreicht werden kann, empfiehlt sich die Teilnahme an der Rainbow Bridge Tour. Diese startet von der am Lake Powell gelegenen Wahweap Marina und kostet pro Person etwa 130 USD. Nach einer zwei Stunden dauernden Bootsfahrt in diversen Canyons, legt man an und wandert anschließend ca. zwei Kilometer weiter bis zur „Rainbow Bridge“. Danach geht es die gleiche Richtung wieder zurück zur Wahweap Marina.
 

Ein Aufenthalt in Page sollte nicht zu kurz sein, weil es doch einiges Interessante zu sehen gibt!

US Government vs. Navajo Nation Reservation

Besonders spannend fand ich, dass das Gebiet der Antelope Canyons und Monument Valley kein offizieller US Nationalpark ist und dem Navajo Nation Reservation, ein Indianerreservat in der Größe von 67.339km2, zugeordnet ist. „We have our own law“ wurde mir gesagt. Bemerkbar machte sich dies in meinem Fall was das Fotografieren betrifft. Angetanzt mit meinem Equipment, zählte die Ausrede „Hobby“ leider nicht – weil auffallend professionell - im Gegensatz zu den anderen Fotografen. Während man in den offiziellen staatlichen Nationalparks (gekennzeichnet mit dem Wappen der NPS) jegliche Landschaftsaufnahmen verwerten darf, benötigt man im Navajo Land eine Genehmigung. Diese kostet 50 USD pro Tag. Die Tour eines Operators muss vorab bestätigt sein und die Verwertung der Fotos vorab bekanntgegeben und drei bis vier Wochen vorab eingereicht werden. Ich hatte einen Tag, nein nur ein paar Stunden zur Verfügung, um eine derartige Permission zu erhalten sowie in den ausgebuchten Touren doch noch einen Platz zu ergattern, da mein Zeitplan sehr eng bemessen war.
Well…I did it. Nach einigen Governmentterminen hielt ich diese „heilige Bewilligung“ nach lediglich drei Stunden in Händen und hatte einen Platz in einer Phototour für den Lower Antelope Canyon.
Das die Verwendung einfacher Stimmungsbildern der Landschaft der Tourismus gefördert wird, scheint das Navajo Nation Reservation nur wenig zu tangieren. Verständlich ist mir das nicht wirklich.
 

Facts

Zeitverschiebdung nach AUT: neun Stunden
Distanz Monument Valley - Page: 202 km
Fahrtzeit: drei Stunden
Gebühren: 25 USD Eintritt Antelope Point, 30 USD Eintritt Wahweap Marina, 8 USD pP Eintritt Parkgelände Lower Antelope Canyon
Campground: Page Lake Powell Camground

Weitere Informationen zu Page findest Du hier.

WONDERS OF THE WEST

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Post von Chaluk