Oh Gott wie peinlich

Jeder der schon mal in Miami war weiß, was für eine geile City das ist. Am liebsten wäre ich ständig dort. Vor allem jetzt, wo man von Wien mit Austrian Airlines eine Direktverbindung hat. Die Stadt in Florida hat ja auch einiges zu bieten. Am South Beach befindet sich der Art Deco District, der junge Stadtteil Wynwood ist der Szenentreffpunkt für Urban Art und alle Kunst- sowie Modeliebhaber. Sportlich gibt es die Miami Open jeweils im April, welche Tennis auf höchstem Niveau zeigen und dann gibt es noch das Ultra Festival. Wie der Name schon sagt, es ist einfach ULTRA. Zahlreich Shopping Center, Freizeitparks sowie die Everglades sind per Auto ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt.

Während meines letzten Fluges nach MIA, aber eigentlich nicht nur dorthin, konnte ich sehr gut Vielflieger von Urlaubern unterscheiden. Zu erkennen an fünf Merkmalen, welche „normale“ regelmäßig reisende Fluggäste nie tun würden.
Auch focus online berichtete kürzlich über die Unterschiede zwischen Vielflieger und Urlaubsflieger.

Nachstehend einige „DON’T DO THAT AT THE AIRPORT“ Punkte.
 


Am Flughafen einchecken

Heute hat man’s wirklich leicht. Man checkt sich selbst online ein, sucht sich seinen Sitzplatz aus und kann sogar um 15 Euro ein delikates Do&Co a la Carte Menü bestellen. Die Bordkarte wird aufs Smartphone geladen oder – für haptisch Veranlagte - zu Hause ausgedruckt. Der Vorteil: eine enorme Zeitersparnis am Check-In. Man zeigt lediglich sein Reisedokument, gibt den Koffer ab und kann sich schon zum Duty-Free begeben. Lange Schlangen sollen so der Geschichte angehören. Ist ein Online Check-In nicht möglich, tja dann heißt es, ab in die Schlange.
 

Mehr als 100 ml

Es dürfen nicht mehr als 100 ml in ein Gefäß passen. Dennoch versuchen noch immer zahlreiche Passagiere z.B. eine 2 l Cola Flasche mitzunehmen bzw. das „Cremal im XL-Tubal“. Erstaunlich, was tagtäglich von den Sicherheitsbeamten eingezogen und entsorgt wird. Also unverändert auf die Mengenangaben achten und alles ab ins 1 Liter Plastiksackerl... weil es ist echt schad um Bulgari & Co.
 

3,2,1 - GO!

Keiner wird zurückgelassen und es gibt auch keine Medaille, wenn man als erster an Bord ist. Daher ganz ruhig und entspannt einsteigen. Nur weil es heißt: „Boarding“, muss man nicht sofort zum Schalter stürmen, das ist (noch) keine olympische Disziplin. Natürlich wartet der Flieger nicht, weil noch schnell geshoppt werden muss, aber das ist doch klar, oder?
 

Applaus – wir sind da!

Applaudieren wir dem U-Bahn Fahrer, weil er es geschafft hat, bis zur Endstation zu fahren? Nein. Außerdem hört der Pilot durch seine Sicherheitstür sowieso nichts von der frenetischen Beifallskundgebung. Das Klatschen bei der Landung ist ein Überbleibsel aus den Anfängen des fliegenden Massentourismus, als man sich einmal im Jahr den Luxus einer Urlaubsreise nach Mallorca leistete, der Fliegerei aber noch nicht so recht vertraute und man damit ausdrücken wollte, dass man eigentlich froh war, wieder wohlbehalten am Boden angekommen zu sein. Heute pflegt man vielmehr diese für viele Mitreisende peinliche Tradition und applaudiert vielmehr der Cabincrew, fürs Service, auch wenn’s dieses eigentlich gar nicht mehr gibt. 
 

3,2,1 – RAUS!

Kaum dass das Flugzeug den Boden berührt und die Parkposition fast erreicht, beginnt ein seltsames Ritual. Alle springen auf, alle wollen als erste raus. In gekrümmter ungesunder Haltung und ohne Rücksicht auf den Vorder- oder Hintermann wird schwitzend und schnaufend darauf gewartet, dass sich die Reihe in Bewegung setzt – und zwar nach vorne, docken doch heute fast alle Flugzeuge an einer Fluggastbrücke an. Entspannt warten dauert genau so lange wie aggressives Drängeln und schmerzt auch körperlich sehr viel weniger.

 Als regelmäßiger Gast an Bord eines Flugzeuges erhält man eine gewisse Routine und weiß, wie man Zeit und viel Ärger sparen kann. Applaus ist dafür definitiv keiner notwendig, believe in Chaluk…
 

Post von Chaluk