Karl der Vierte – Wer?

Der Fotowettbewerb von Czech Tourism ist voll im Gange (siehe „Alles Gute Karl IV“). Doch wer war eigentlich Karl IV.? Ein kleiner Exkurs in seine Geschichte. Möge er als Anregung für Aufnahmen dienen, welche Ihr beim Fotowettbewerb einreichen könnt.
 

Vita Caroli – die Biographie

700 Jahres ist es her, als der größte Tscheche aller Zeiten das Licht der Welt erblickte. Den Großteil seines Wissens und viele Erfahrungen erwarb er in Frankreich. Während seines zehn Jahre dauernden Aufenthaltes in Frankreich und auch Luxemburg lernte neben Französisch auch die Sprachen Deutsch, Latein und Italienisch und lernte so „nebenbei“ auch seine erste Frau kennen. Die zwei Jahre in Norditalien, als Vertreter seines Vaters, waren jedoch schwere Zeiten, welche er in seiner Biographie „Vita Caroli“ näher erläutert. Dieses Werk wurde noch zu seinen Lebzeiten ins Tschechische sowie Deutsche übersetzt. Ab 1346 ging es Schlag auf Schlag. Zuerst wurde Karl IV. in Rehns am Rhein zum römisch-deutschen König gewählt, als sein Vater dann ein Jahr später verstarb, auch noch zum König von Böhmen. Die hierfür speziell angefertigte St.-Wenzels-Königskrone zählt zum Nationalschatz und ist in der Krypta des St.-Veits-Doms in Prag verwahrt.
 

Während seines zehn Jahre dauernden Aufenthaltes in Frankreich und auch Luxemburg lernte neben Französisch auch die Sprachen Deutsch, Latein und Italienisch und lernte so „nebenbei“ auch seine erste Frau kennen.

Prag als Residenzort

Die Krönung zum böhmischen König fand in Prag statt. Mit dem Tod von Kaiser Ludwig von Bayern wurde das Königreich Böhmen das Zentrum des römisch-deutschen Reiches und erlebte einen künstlerischen und kulturellen Aufschwung. Wie bereits erläutert, war Karl IV. für zahlreiche Bauten und Gründungen verantwortlich. Auffallend ist die Namensgebung... man beachte das Karl zu Beginn. Zu seinen größten Errungenschaften zählen die Gründung der Prager Neustadt, Karlsbrücke (Steinerne Brücke), Karls Universität (Prager Universität). Außerdem war er für den Bau des St.-Veits-Doms, unter der Leitung des französischen Architekten, Baumeisters und Steinmetzes, Matthias von Arras, verantwortlich. Und auch eine neue königliche Gruft ist seiner Baulust zuzuschreiben.
Bis 1806 war das erstellte Verfassungsdokument „Goldene Bulle Karls des IV.“ im Heiligen Römischen Reich gültig. Während seiner 1354 unternommenen Reise durch Italien, konnte Karl IV. seinen Stellenwert in Europa festigen und wurde 1355 in Mailand zum König der Lombardei und drei Monate später in Rom zum römisch deutschen Kaiser gekrönt.
 

Reisefreudig, wie wir heute

Karl IV. war ein „traveller“. Neben Italien bereiste er viele verschiedene Länder und Orte, etwa Dalmatien und Nürnberg, wo er sich mit seiner vierten Frau aufhielt. Als Karl IV. 1378 verstarb, bestieg Wenzel IV. in Nürnberg den Thron.
Seine letzte Reise führte ihn nach Paris, und diese war keineswegs eine leichte. Denn aufgrund seiner immer weiter fortschreitenden Gicht, konnte er nicht aufrecht sitzen. Deshalb transportierte man ihn in einer zwischen Pferden gespannten Hängematte. Leider konnte er nicht lange in Paris verweilen, denn ein Jahr nach seiner Ankunft erlitt er einen Schenkelhalsbruch und verstarb.
 

Karl IV. war ein „traveller“.

Mit diesem kleinen Exkurs in die Geschichte von Karl IV. hoffe ich, Euch eine kleine Anregung und große Lust für und auf den Fotowettbewerb von Czech Tourism, anlässlich des 700. Geburtstages des großen Tschechen, Karl IV.,  gegeben zu haben.
Macht mit! Es würde wohl auch Karl sehr freuen….
Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen erfahrt Ihr unter: ALLES GUTE KARL IV
 

Post von Chaluk